" Fortune " the new EP releasefrom Solarissound

Vinyl Cover

Preview

„hypnotized culture“   entstand völlig “zufällig”, berichtet Wolfram. “Eines Tages liefen ungewollt zwei Archivspuren unterschiedlicher Projekte gleichzeitig ab, die absolut nichts miteinander zu tun hatten. Ich hörte plötzlich eine seltsame Mischung aus Beat, Bass und Alisas Stimme, die zwar rhythmisch zunächst nicht passte, jedoch eine spannende Atmosphäre erzeugte. Damit war die Grundidee zu Hypnotized Culture geboren.” 

Der Text des Songs entstammt der Feder Alan Watts aus dem Jahre 1966, einem britischen Philosoph. 

Thematisch fasst Alisa den Text folgendermaßen zusammen:

“Unsere westlichen Gesellschaft ist in eine Art “Hypnose” versunken. Damit meine ich, dass wir so stark durch Systeme und Gedankenkonstrukte festgelegt sind, dass wir die einzig existierende Realität, nämlich den jetzigen Moment, verpassen und mehr oder weniger ausschließlich in Zukunft / Vergangenheit und somit in unseren Gedanken leben, ohne wirklich Präsent zu sein.

Mit Hilfe von Worten, Zahlen und Vorstellungen versuchen wir zu begreifen, was das Leben ist, der Verstand ist dazu jedoch durch seine Begrenztheit nicht in der Lage. 

Alan Watts beschreibt dieses Phänomen in seinen Texten wahnsinnig gut und macht es greifbar, ohne anzuklagen. Das finde ich faszinierend.”

Das Musikvideo entstand kurz darauf in Kooperation mit dem Filmteam von FilmYardArt und den Tänzern Geraldine Rosteius und Eric Jäger. 

Lasst euch entführen in eine Welt voller Magie, Sinnlichkeit und Präsenz.

Alisa Berlin:

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf am Rande des Schwarzwaldes stand Alisa bereits von Kindesbeinen an, zusammen mit ihrer Schwester und ihren beiden Cousins,  auf der Bühne. 

“Bei jeglichen Familienfeiern waren unsere Auftritte – eine Mischung aus Musik, Akrobatik und kleinen Theater Sketchen – immer das Highlight und die Leute liebten es.”

Bereits hier spürte Alisa eine unbeschreibliche Freiheit im künstlerischen Ausdruck und eine direkte Verbindung zum Publikum auf einer tiefen, ehrlichen Ebene.

“Die Liebe zur Musik war außerdem stark durch meine Eltern geprägt. Pink Floyd und die Stones liefen auf Papas Plattenspieler, während meine Mutter zu Goran Bregovic oder rhythmischer Weltmusik tanze. Ich kann mich noch erinnern, dass ich immer mit einem alten Kassettenrekorder Eigenkompositionen aufnahm oder irgendwelche Texte rezitierte.” so Alisa.

Die junge Schauspielerin beschreibt die Musik als einen grenzenlosen und gleichzeitig tief geborgenen Raum, außerhalb von Bewertung, Druck oder Erwartung, in dem sie sich völlig frei fühlt.

Wolfram Burgtorf:

Mit etwa 6 Jahren hatte ich das alte Klavier, auf dem meine Mutter und ihre zwei 
Brüder schon gelernt hatten, im Zimmer meines Großvaters entdeckt.
Ich konnte mich manchmal dort für eine gewisse Zeit zurückziehen und
begann, auf diesem hoffnungslos verstimmten, aber wohlklingenden Instrument,
meine eigene musikalische Welt zu erschaffen.

Ich hörte und spielte Sequenzen, Intervalle, Akkorde und wiederholte immerfort.
Ich schuf einen musikalischen Raum in dem ich Geborgenheit und Freude spürte.
Das ließ mich zeitlebens nicht mehr los und ich suchte das Gefühl immer wieder auf.
So würde ich meinen Zugang zur Musik und Komposition beschreiben.

Ich lernte Gitarre, Trompete und kam zum Bass, lernte Tabla und entdeckte schließlich die Filmmusik. Der Ausgangspunkt war immer das alte Klavier, doch mittlerweile ist es der Bass und Computer geworden, mit dem ich diesen musikalischen Raum immer wieder erschaffe.

Paco Saval

‘Hypnotized Culture’ ist das Ergebnis einer neuen Form des komponierens, die ich durch meine jahrelange Zusammenarbeit mit Wolfram für mich entdeckte. Als Songwriter habe ich schon lange Musik auf konventionelle Art erlernt, arrangiert und geschrieben. Ich bin sehr froh dadurch einen fundierten Einblick in die klassische Architektur der Musik bekommen zu haben.

Durch die Improvisationen, die wir in den letzten Jahren im Studio entwickelt haben, öffneten sich für mich aber weitere, neue Wege des Musikmachens, die ich inzwischen genauso schätze wie die herkömmlichen. So bekam ich ein völlig neues Gefühl für eine Musik, die ohne vorgefertigte Strukturen auskommt. 

Ich spiele seit früher Jugend Klavier, und bin sehr dankbar für die vielen Erfahrungen, die ich als Musiker, Produzent und Komponist auf der Bühne und im Studio gesammelt habe; Erfahrungen, die mir heute helfen, mit meinen Mitmusikern im Studio aus spontanen Improvisationen und Jams Songs und musikalische Collagen entstehen zu lassen, die Minuten zuvor noch nicht existierten.

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